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Anfrage zur Teilnahme an Buchprojekt

Liebe Transfamily,

Für diejenigen, die nicht zum April-Stammtisch kommen konnten oder die keine mehr Kopie erhalten haben, stellen wir die Anfrage der Studentin aus Hamburg noch einmal online.
Schaut es Euch an, vielleicht habt Ihr ja Interesse, mitzuwirken !

Schreibt einfach eine Email an:

christina_gotz@gmx.de

Gerne könnt Ihr den Post auch teilen !

 

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Liebe Christina,

mein Name ist ebefalls Christina und ich bin Studentin der HAW Hamburg am Department Design und melde mich bei dir, weil ich gerade an meiner Bachelorthesis zum Thema Identitätsbildung schreibe. Ich trete an dich heran, weil ich Identitäten suche, deren Emanzipation einen von der »Norm« abweichenden Verlauf genommen haben.

Die Hauptfragestellung ist: Die Suche nach der eigenen Identität – Was macht dich zu dem was du bist. Warst du vorbestimmt so zu sein, oder erschaffst du dich selbst.
Ich möchte Interviews mit Menschen führen, die ihre Identität erst erkämpfen und für sich selbst definieren mussten. Also ihr »Selbst« eigens kreierten.
Fragen sind: Wann habe ich gemerkt wer ich bin? Wodurch? Bis wohin geht der Punkt der zugeschriebenen Identität und ab wann gibt es den sogenannten unveränderbaren »Personen-Kern«? Wann gibt es den Moment der Emanzipierung von den Zuschreibungen anderer?
Es sollen weniger biologische Zusammenhänge als die psychische Entwicklung der Personen skizziert werden. In den Gesprächen mit meinen Gegenübern soll es sich um die Momente drehen, in denen bewusst die »innere Stimme« Wahrnehmung fand, das Dasein eines unumstößlichen Charakterkerns erkannt wurde, oder vielleicht auch die Vielschichtigkeit einer Persönlichkeit sich herauskristallisierte.

Ich weiß, dass dies sensible Themen sind und der Kampf hin zum eigen Selbst oft mit viel Schmerz und Ängsten zu tun hat. Ich bin mir auch bewusst, dass es einem schwierig oder unmöglich scheinen mag, sich jemand fremdes gegenüber zu öffnen und frei zu erzählen. Jedoch bin ich niemand, der komplett unwissend und ohne Vorerfahrung an das Thema herantritt – für das aktuelle »nicht jetzt!« Magazin habe ich bereits einen Artikel über eine transsexuelle Frau geschrieben, habe mich oft mit ihr getroffen und wir stehen bis heute in regem Kontakt. Auf Anfrage las ich diesen Artikel auch im Rahmen der Veranstaltunsgreihe »Pecha Kucha« im Oktober letzten Jahres vor einem 500 köpfigen Publikum.

Das Ergebnis meiner Bachelorthesis soll ein hochwertig gestaltetes und sensibles Buch werden, was sich respektvoll und differenziert diesem Thema nähert.
Ich wende mich nun an dich in der Hoffnung, dass du mit einem großen Personenkreis verbunden bist und direkten Kontakt mit Betroffenen hast und vielleicht auch eine Idee, wie und wo ich Menschen finden kann die bereit sind, sich von mir (natürlich auch gerne anonym) interviewen zu lassen.

Da ich – naturgemäß als Studentin – ziemlich unter Zeitdruck stehe, würde ich mich über eine schnelle Antwort sehr freuen.

Herzliche Grüße,
Christina

 

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