Home / Lesestoff

Lesestoff

In lockerer Folge möchten wie Euch hier interessante Bücher vorstellen.
Die Auswahl ist natürlich ganz und gar subjektiv, ebenso wie die Kommentare dazu.
Aber wir hoffen dennoch, dass das eine oder andere Buch für Euch dabei ist …

Wie immer freuen wir uns über Eure Mitarbeit. Schlagt uns ein Buch vor, schreibt möglichst selbst eine klitzekleine Rezension dazu – keinen Roman, nur ein paar Zeilen. Wir bereiten dann alles auf unserer Webseite auf und wenn ihr wollt, bleibt ihr natürlich auch anonym.

Einfach Mail an: christina@transfamily.nrw


 Trans*Later ist ein spannungsreicher Krimi, der in der Bar „Trans*Later“ in Köln zur Zeit eines CSD spielt. Man hat das Gefühl mitten im Geschehen dabei zu sein und möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen.

Im Rahmen der Handlung wird viel über den Weg und die Schwierigkeiten erzählt, die Trans* Menschen erleben. Das Buch ist neben einem Krimi auch ein Buch, dass „Nicht-Betroffenen“ einiges erklärt.

Titel: Trans*Later
Autor: Bennet Bialojahn
Verlag: Querverlag
ISBN: 978-3-89656-249-4

Wer Lust hat mehr zu erfahren:

 Am 18.07.2017  findet im DJäzz in Duisburg eine Lesung im Rahmen der queeren Kulturwochen statt. 
Die genaue Uhrzeit erfahrt ihr auf der Webseite des Quer.Life.Duisburg, sobald das Programm steht.



Felix ist das autobiografische Buch eines Trannsmannes.
Wer Felix begegnet, steht einem Mann mit Dreitagebart und einem markanten Gesicht gegenüber. Felix lebt mit seiner Freundin am Bodensee und ist meistens glücklich.
Felix war nicht immer Felix – zumindest nicht körperlich. Im Kopf und im Herzen war er es jedoch schon immer.
Felix wurde vor über 40 Jahren als Miriam geboren und erzählt in seiner Autobiographie gefühlvoll und zugleich ehrlich von seinem langen Weg in sein heutiges Leben als Mann.

Titel: Felix – von Mann zu Mann
Autor: Felix Altmann
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3741280153

Buchbesprechung von Christina:

Felix Altmann erzählt seine Lebensgeschichte als Transmann. Er fasst sein Leben in klare, berührende Worte. Seinen Weg, der alles andere als einfach war, geht er ungeoutet. Alle Höhen und Tiefen werden von ihm ungeschönt in Worte gefasst. Ich habe manches Mal seine Qual aus seinen Worten herauslesen können. Das ging mir teilweise sehr unter die Haut. Auch wenn er nach all dem langen Leiden angekommen scheint – ist er wirklich glücklich?

Das Buch ist aus meiner Sicht nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige, sehr empfehlenswert.


Buchbesprechung aus Sicht eines Transmannes:

Felix ist ein autobiografisches Buch eines Transmann, der seinen Lebens- (und Leidens-) weg in Rückblenden erzählt. Er beschreibt das Unverständnis der Eltern und der Schwester, aber auch die Unterstützung seiner besten Freundin. Er gerät immer wieder an Punkte im Leben, die ihn dazu zwingen, wieder neu und von ganz unten anfangen zu müssen. Er beschreibt das verzweifelte Suchen nach der eigenen Identität und dem Körper, der dazu stimmig ist. Er geht einen langen und auch qualvollen Weg, um dahin zu kommen, wo er heute ist.

Da er sehr offen und ehrlich seine Geschichte erzählt, eignet sich das Buch für Betroffene, um vielleicht auch zu sehen, dass manche es noch schwerer haben. Und für Angehörige, um vielleicht zu sehen, welche Folgen fehlendes Verständnis haben kann.



 

Top