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Nachlese zum Transmänner-Stammtisch März 2016

Es war wieder ein schönes und lockeres Treffen bei gutem Essen.
Wir waren mit 20 Leuten, davon ein neuer TM mit Partnerin und eine neue Partnerin. Es hatten sich einige wegen Arbeit und Krankheit entschuldigt.

Der CSD wurde ein wenig in Vorbereitung besprochen und einige Dinge diesbezüglich überlegt.
Wer noch ein T-Shirt bedrucken haben muß, wer wann dabei sein wird usw..

Der Duisburger CSD wurde noch kurz angesprochen, wir werden uns vor Ort sicher mit einigen Leuten treffen und schauen, welche Aktionen laufen. Die Bilderausstellung Max ist Marie wird am 22.7.2016 eröffnet. Alles weitere wird noch bekannt gegeben.

Einige haben auch noch Fragen zum Brief von Dr. Liedl gestellt, die aber auch beantwortet werden konnten.

Interessant waren auch die Nachfragen und Gespräche über die älteren Transmänner.
Was sie in den 80iger Jahren nicht alles unternehmen mussten, um an Hormone und die Therapie zu kommen.
Erstmalig aufmerksam wurde ein TM, der jetzt schon über 70 ist, durch einen Bericht im Spiegel von Maria Augstein. Transfrau und Tochter vom Spiegelherausgeber Augstein. Sie schilderte darin ihren Weg und erzählte von einem Therapeuten in HH der Leute „wie sie“ behandelte.
Also wurde Kontakt mit dem Therapeuten aufgenommen und die Therapie in Hamburg ( !! ) begonnen und danach in Düsseldorf bei Dr. Behrends weitergeführt, ein großartiger Kenner der Transszene.
Er hat sich als erstes für die Transmenschen hier im Umkreis eingesetzt und hat bis vor einiger Zeit auch noch Gutachten erstellt.
Nachdem die Frage geklärt war, wie man an Hormone gelangt und wer sie verschreibt, sollten schließlich noch OP’s folgen.
Der TM hatte mittlerweile noch einen Mitstreiter gefunden, der heute ebenfalls über 80 Jahre alt ist. Beide haben sich dann die Suche nach Ärzten gemacht, was unendlich schwieriger war als es heute ohnehin immer noch ist.
In Frankfurt gab es eine große Selbsthilfegruppe, die noch auf Casablanca als Empfehlung für OPs hingewiss. Da die OP’s dort selber bezahlt werden mussten, kam es keinesfalls in Frage.
Die Namens- und Personenstandsänerung waren vor Gericht noch zwei getrennte Verfahren. Die Personenstandsänderung wurde erst dann rechtskräftig wenn die Transperson auf Dauer fortpflanzungsunfähig war. Die Gerichte waren mit der Thematik damals noch völlig überfordert.
Heute kann sich das keiner der Transmänner mehr wirklich vorstellen, wie schwierig es in den 80er war. Obwohl wir manchmal den Eindruck haben, mancher Entscheider in Behörden und Kassen bewegt sich immer noch auf diesem Niveau …

Ein TM wurde zur Reha verabschiedet und wir wünschen ihm viel Erfolg. Er wird wohl erst wieder zum Stammtisch im Mai dabei sein.

Wir freuen uns alle auf den nächsten Stammtisch am 01.4.2016 und werden wieder rechtzeitig an den Termin erinnern.

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